Immer mehr Menschen folgen beim Tuning einem aktuellen Trend. OEM – Original Equipment Manufacturer heißt der Kult, der Tuner nur originale Markenteile in ein Auto verbauen lässt. Was in einigen Aspekten sehr gut aussieht und sich auch als äußerst vorteilhaft erweisen kann, geschieht aber nicht ganz ohne Nachteile. Vor allem beim Fahrwerk wird vom OEM Style in der Regel abgesehen und sich für ein Fabrikat entschieden, was mit der eigentlichen Automarke nichts zu tun hat.

OEM – Fluch oder Segen für Tuner?

Ein großer Vorteil ist natürlich die renommierte Qualität von Originalteilen des Herstellers. Der Fahrzeugwert wird durch den Einbau hochwertiger Originalteile nicht geschmälert, was beim markenfremden Tuning häufig der Fall ist. Hier werden hochwertige Markenprodukte gegen minderwertige Tuningteile ausgetauscht und so ein optisches Kunstwerk geschaffen, welches aber qualitativ häufig nicht mehr vorteilhaft getunt ist. Dafür mängeln Tuner an, dass ein Alleinstellungsmerkmal mit OEM Tuning kaum oder nur sehr schwer zur erzielen ist. Dies ist natürlich klar, da die originalen Bauteile nicht die gleiche Facettenreichheit aufzeigen wie Tuningteile anderer Hersteller. Daher wird OEM in der Showcar und Custumcar Szene häufig belächelt und nicht als wirkliches Tuning bezeichnet. Viele Tuner können sich daher mit dieser Aufwertung nur schwer anfreunden und greifen gelegentlich zu Tuningteilen fremder Marken.

Vor allem bei Neuwagen beliebt

OEM spielt vor allem im Neuwagen Tuning eine große Rolle. Neue Modelle dezent aufwerten und für mehr Leistung zu sorgen steht hier ganz klar im Fokus. Wer beim Tuning auf Stil und Style achtet, wird den Tuning Trend mögen und gleichzeitig vermeiden, eine oft gefährliche und nicht verkehrssichere „Bastelbude“ mit minderwertigen Tuningteilen von unbekannten Herstellern zu bauen.