Autoliebhaber werden sich gerne an den VW Karmann-Ghia erinnern. Der im Jahr 1953 als Prototyp vorgestellte PKW entwickelte sich schnell zu einem Erfolgsgaranten von VW. Dies gilt aber nur für den Typ 14, der auch als Hausfrauen Porsche betitelt wird, nicht aber für das Modell mit der Typenbezeichnung 34, welcher sich nicht so erfolgreich verkaufen lies.

Der Typ 14 erschien als Coupé und Cabrio

Die eigentliche Serienproduktion begann im Jahr 1955, also rund anderthalb Jahre nach der Vorstellung des Prototypen in Paris. Die wunderschöne Optik des VW Karmann-Ghia, welches einem Sportwagen ähnelt, sorgte auch dafür, dass über die magere Motorisierung von 30 PS hinweggesehen werden konnte. Der Sekretärinnen-Ferrari, wie ein weiterer Spitzname des Wagens war, schaffte es auf eine Spitzengeschwindigkeit von 118 km/h. Damit würde dieser Wagen Sie wahrscheinlich nicht mehr hinter dem Ofen hervorlocken, aber zu dieser Zeit war das Design des Wagens der ausschlaggebende Grund, warum sich dieser so hervorragend verkaufte. Es dauerte zwar ein wenig, bis die Verkäufe jährlich die magische Zahl von über 30.000 Fahrzeugen übertrafen, jedoch gelang dies in den siebziger Jahren direkt acht Jahre in Folge. Eine Steigerung der Motorisierung wurde natürlich auch vorgenommen, so dass die Spitzengeschwindigkeit ebenso nach oben korrigiert werden konnte.

Wenn heutzutage über den VW Karmann-Ghia gesprochen wird, dann bedeutet dies, dass der Typ 14 gemeint ist. Der große Bruder, der Typ 34 konnte nie das Flair des Typs 14 erreichen, verkaufte sich dementsprechend auch schlechter. Aus diesem Grunde wird in den Autoclubs, die sich um den VW Karmann-Ghia gebildet haben, auch hauptsächlich nur ein Coupé oder Cabriolet vom Typ 14 verehrt und geschaut, dass die Versorgung mit den entsprechenden Ersatzteilen auch relativ kostengünstig gesichert werden kann. Der Hype um diesen Wagen kann auch daran erkannt werden, dass für ein Coupé vom Typ 14 schon eine fünfstellige Summe investiert werden muss. Das Cabrio vom selben Typ, kann sogar noch einen wesentlich höheren Preis erzielen. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, da das Cabrio erst später produziert wurde und auch dann nur gut ein Viertel der Produktion ausmachte. Somit ist die Anzahl der zur Verfügung stehenden Cabrios vom Typ 14 natürlich auch um einiges geringer und deshalb müssen Sie schon etwas tiefer in die Tasche greifen, um ein solches Schmuckstück kaufen zu können.

Foto: Jörg Sabel  / pixelio.de

Foto: Jörg Sabel / pixelio.de

Die Instandsetzung eines VW Karmann-Ghia

Wie bereits erwähnt können Sie über die bestehenden Autoclubs Ersatzteile häufig zu einem annehmbaren Kurs erstehen. Problematischer wird es allerdings, wenn an der Karosserie etwas ausgebessert oder ersetzt werden muss. Denn diese wurde aus einem Stück gefertigt und so kann nicht mal eben nur ein Einzelteil ausgetauscht werden. Da würde es helfen, wenn Sie oder jemand aus Ihrem Bekanntenkreis gut schweißen kann. Aber in einem Autoclub wird sich gerne geholfen und so würden Sie, wenn Sie mit dem Gedanken über einen Kauf des VW Karmann-Ghia spielen, dort auch die entsprechende Hilfe und Unterstützung bekommen. Ein kleiner Hinweis darf hier aber nicht fehlen, denn wenn Sie nicht gerne im Mittelpunkt stehen, ist dieser Oldtimer nichts für Sie. Denn mit diesem werden Sie garantiert auffallen.

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