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Tuning und der TÜV

Ein Auto ganz individuell zu gestalten, das ist dank Tuning heute gang und gäbe und auch salonfähig. Die Möglichkeiten sind vielfältig, doch nicht alles, was umsetzbar ist, ist auch erlaubt. Hier erweist sich ab und an die Straßenverkehrszulassungsordnung als Problem, spätestens dann, wenn die TÜV-Prüfung ins Haus steht. (mehr …)

Einbau von Tuningteilen – Wann die Genehmigung vom TÜV erforderlich ist

Ein beliebtes Thema bei Autofreunden ist die optische und technische Verbesserung des eigenen Fahrzeuges mit Hilfe von Tuningteilen. Während viele Umbauten nur von Fachwerkstätten durchgeführt werden sollten, können geschickte Bastler einen Teil der Tuningteile selbst verbauen. Damit ein böses Erwachen bei der nächsten Hauptuntersuchung oder einer Polizeikontrolle ausbleibt, sollte jeder Tuningfreund auf die ordnungsgemäße Abnahme der Umbauten achten. Diese Abnahme kann auf verschiedenen Wegen erfolgen. (mehr …)

Deutschlands erster Tuner: Theo Decker

Nachdem ich beim letzten Blogpost über den Tuning Theo Award berichtet habe, möchte ich heute etwas mehr auf die Hintergründe bzw. den Namensgeber eingeben. Benannt wurde der Tuning-Preis nämlich nach Theo Decker, dem Tuning-Pionier. Bereits 1958 hat er angefangen, VW Käfer zu modifizieren. Damals gab es den Begriff Tuning noch nicht und das ganze wurde „frisieren“ genannt.
Im Jahr 1958 gründete Decker in Essen-Borbeck die erste Tuning-Werkstatt mit dem Kürzel TDE (Theo Decker Essen). Dort stellte er die Tuning-Teile, die er zum Frisieren der Käfer benötigte, selber her. Bei ihm konnten die zahlreichen Käfer-Fans alles bekommen, womit man den Käfer schneller und schöner machen konnte. TDE Tuning gibt es auch heute noch in Essen.

Decker bewies von Anfang an, Einfallsreichtum, da er die Tuningteile aus anderen Autoteilen zusammen baute. So hat er zum Beispiel unbrauchbare Zylinderköpfe eingeschmolzen, um daraus Ansaugrohre für die Zweivergaser-Anlagen zu fertigen. Die TDE-Zweivergaser-Anlagen wurden schon bald in die weite Welt exportiert. Viele Volkswagen-Importeure, sowohl in Europa als auch in Übersee, zählten zu TDEs Kundenkreis.

Neben Motoren und Vergaseranlagen konnte man bei TDE auch Zündverteiler, Nockenwellen, Pleuelstangen, Spezial-Kolben und Zylinder erwerben. Auch Sonderzubehör war kein Problem für den Essener Tuner. In einer Kooperation mit der renommierten Firma EMPI aus Kalifornien konnte Decker die in Deutschland heißbegehrten US-Teile importieren. Im Gegenzug wurden seine Produkte auch in die USA zu EMPI geliefert. Die Aluminiumdeckel, Riemenscheiben, Spoiler Hutzen und vieles mehr von EMPI, sind auch heute noch sehr beliebt bei den Käfer-Fans.

Aufgrund der Ölkrise und der dadurch resultierenden Wirtschaftskrise sah sich Decker gezwungen neben den Tuningteilen auch Autos zu verkaufen, doch das machte ihm nicht so viel Spaß wie das Frisieren der Käfer. Deshalb entschied er sich 1980 dazu, seinen Laden zu schließen.

Seit einigen Jahren grassiert in Deutschland wieder das Käfer-Fieber und durch die vielen Anfragen von Käfer-Enthusiasten hat sich Theo Decker dazu entschlossen, die TDE-Motoren wieder herzustellen. Allerdings geschieht dies in einer geringen Stückzahl und ist begrenzt auf drei Varianten, bis maximal 130 PS. Wer also einen Käfer besitzt und diesen aufmotzen bzw. frisieren möchte, der sollte mal einen Abstecher nach Essen machen. Weitere Infos und viele Bilder gibt es hier: www.tde-kaefer-tuning.de

Saab mit 612 PS? – ein Viper-Motor machts möglich

Saab zählt nun nicht gerade zu den Marken, die man aufzählt, wenn von leistungsstarken Sportwagen oder schnellen Flitzern die Rede ist. Beim Saab 9-3 ist die höchste Motorisierung mit 280 PS zwar nicht gerade mickrig, doch mit den Kollegen wie dem Mercedes C63 AMG oder dem Audi RS 4 kann er nicht mithalten. Das wollte eine Gruppe von schwedischen Tunern jetzt ändern und hat dem Saab eine ordentliche Kraftkur verpasst. Statt des serienmäßigen 2,8-Liter Motors haben sie nun einen 8-Liter-Zehnzylinder-Motor aus der Dodge Viper in den 9-3 SportCombi eingebaut.

Die Viper ist ein extrem leistungsstarker Sportwagen und genießt bei vielen Autofans Kultstatus. Der Motor für den Saab wurde aus dem kräftigen Coupé genommen, das von 1992 bis 2010 gebaut wurde. Die stärkste Motorvariante bietet 612 PS und das maximale Drehmoment liegt bei 760 Newtonmetern. Da der Viper-Motor um einiges größer ist als der Motor aus dem Saab, mussten einige Umbauarbeiten durchgeführt werden, damit der Motor in den 9-3 hinein passt. Auch die Kraftübertragung, also Getriebe, Differentiale und Kardanantrieb, musste angepasst werden.

Dodge gibt an, dass die Viper innerhalb von 3,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei 326 km/h liegen. Da die Dodge Viper und der Saab 9-3 in einer ähnlichen Gewichtsklasse, nämlich bei ca. 1500 Kg, liegen, kann man davon ausgehen, dass auch der getunte Saab nun diese oder vergleichbare Spitzenwerte erreichen kann.

Tuningteile vorgestellt: Spoiler

Kaum ein anderes Autoteil steht so sehr für Tuning wie der Spoiler. Dieses Anbauteil ist dazu gedacht, Aerodynamik des Wagens zu verbessern. Der Name Spoiler stammt von dem englischen Begriff „to spoil“ ab, der so viel wie „(etw.) stören“ heißt. Der Spoiler wird nur von einer Seite aus mit Luft überströmt, was dazu führt, dass der die Luftströmung „stört“ und somit Einfluss nimmt auf die Aerodynamik. Er dient also als Luftabweiser oder Luftablenker.

Der Spoiler wird in den meisten Fällen aus Kunststoff hergestellt, eher selten findet man auch Exemplare aus Karbon oder Metall. Dadurch, dass die Auftriebskraft verringert wird, wird die Übertragung von Kräften auf den Boden verbessert und dadurch auch die Fahreigenschaften. Dies hat auch positiven Einfluss auf die Kurvengeschwindigkeit, die Fahrstabilität und den Bremsweg, wenn man mal etwas schneller unterwegs ist. Allerdings bedeutet eine verringerte Auftriebskraft auch einen erhöhten Luftwiderstand. Damit ein Spoiler wirklich effizient ist, muss der den Auftrieb so weit wie möglich reduzieren und den Luftwiderstand so wenig wie möglich erhöhen. Im Idealfall wird der Luftwiderstand sogar noch vermindert.

Während viele andere Kunststoffteile, auch fürs Auto, durch Rotationsguss gefertigt werden, wird der Kunststoff für den Spoiler in eine Form gegossen und anschließend gehärtet. Die ersten Spoiler wurden 1953 von der Firma Kamei im Wolfsburg vorgestellt und sollten dem starken Auftrieb an der Vorderachse des VW Käfer entgegen wirken. Allerdings erfreuten sich die Spoiler noch keiner besonders großen Beliebtheit. Erst nachdem einige Zeit später im Windkanal bewiesen wurde, dass sich durch den Spoiler der Auftrieb verringerte, konnten sich die Anbauteile durchsetzen. Sie wurden vor allem im Rennsport angewendet.

Golf 3 Cabrio Umbau

Während ich heute auf youtube unterwegs war, hab ich ein richtig cooles Video entdeckt. Darin wird der Umbau eines VW Golf 3 Cabrios vorgestellt. Den Clip hab ich natürlich gleich zu meinen Favoriten hinzugefügt ;-).

httpv://www.youtube.com/watch?v=yNxCgqivky4

Insgesamt gefällt mir die Arbeit die der Typ da geleistet hat richtig gut. Er hat sein Cabrio auf VR6 umgebaut und zeigt die Fortschritte, die er gemacht hat von Anfang bis zum fertigen Umbau in einer Fotostrecke. Von Motor, Fahrwerk bis zu den Felgen wird alles im Detail gezeigt. Das Tuning-Programm, das hier gewählt wurde, ist meiner Meinung nach gut geeignet für den Golf. Außerdem gibt es ordentlich mehr Leistung ;-).

Tuning-Ratgeber der GTÜ

Das dürfte alle Schrauber und Tuner interessieren: die GTÜ hat einen neuen Tuning-Ratgeber herausgegeben. Was ist beim Tuning erlaubt und was nicht, worauf muss ich beim Veredeln und Verbessern meines fahrbaren Untersatzes achten und wie unterscheide ich seriöse von unseriösen Angeboten auf dem Markt? Der im handlichen Pocket-Format gestaltete Ratgeber gibt Anworten auf alle wichtigen Fragen.

Häufig kommt es vor, dass die Prüfingenieure auf völlig unprofessionelle Tuning-Maßnahmen stoßen, die eben nicht nur heiß aussehen und mehr Leistung bringen, sondern auch enorm gefährlich sind. Bei vielen Änderungen am Auto erlischt in aller Regel die Betriebserlaubnis, falls der Umbau nicht durch eine Organisation abgenommen wird. Um solche Fehler und unötigen Ärger zu vermeiden, bietet die GTÜ, die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbH, ihren kostenlosen Ratgeber an. Inhaltlich dreht sich diese informative Zusammenstellung um alles was den Tuning-Freund bei seinem Hobby helfen könnte. Von Vorschriften, Gutachten und der richtigen Vorbereitung, über das Umrüsten von Reifen und Rädern bis zu den Themen Tieferlegen und Fahrwerksumbauten. Auch was man beim An- und Umbau von Front- und Heckspoiler, Scheinwerfer, Heckleuchten, Auspuffanlagen und Endrohren beachten muss, wird in der 40-seitigen Broschüre eingehend erklärt. Natürlich kommt auch das Thema „Motortuning“ nicht zu kurz. In übersichtlicher Form wird anhand einer Tabelle über mögliche gegenseitige Beeinflussung unterschiedlicher Veränderungen am Fahrzeug informiert. Prinzipiell bleiben mit dem Tuning-Ratgeber der GTÜ also keine Fragen offen. Wer dennoch eine kompetente und individuelle Beratung wünscht, der kann sich an die GTÜ-Prüfingenieure wenden. Dort kann man sich innerhalb eines zusätzlichen Sicherheitsservice auch schon im Tuning-Vorfeld Tipps von den Profis holen. So kann es gut informiert in den Tuning-Sommer gehen! 🙂

Hier ist der Link für die kostenlose Broschüre im pdf-Format auf der Homepage der GTÜ -> Tuning-Ratgeber

Die GTÜ bietet auch eine Printversion an, diese ist kostenlos in allen teilnehmenden GTÜ-Prüfstellen erhältlich.

Wer sein Exemplar direkt nach Hause geliefert habe möchte, sendet einen an sich adressierten und mit 0,90 Euro frankierten Rückumschlags (DIN lang oder C6) an die

GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung
Vor dem Lauch 25 • 70567 Stuttgart

Hier müsst ihr unbedingt als Stichwort „Tuning-Ratbeber“ angeben!

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